CoVid-19 Coronaviris SARS CoV Stand 01-03-2020
 
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Patienten- und Sportlerinformation zum Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen auf CoVid-19 (Coronavirus SARS CoV-2) – Stand 01-03-2020
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zfsLiebe Patienten und Patientinnen, lieber Sportler,
nach Stellungnahme von Robert-Koch-Institut und Bundesgesundheitsministerium befindet sich Deutschland am Beginn einer Ausbreitungswelle des Coronavirus SARS CoV-2. Am 01. März 2020 wurde der erste Erkrankungsfall in Münster nachgewiesen. Auch Sie haben sicher einen Informationsbedarf zu diesem Thema. Im Folgenden haben wir basierend auf dem heutigen Wissensstand Informationen für unsere Patienten*innen und Sportler*innen zusammengestellt.
Das ZfS-Team sieht sich dem Leitspruch der Weltgesundheitsorganisation „Die Eindämmung beginnt bei jedem Einzelnen“ verpflichtet und möchte gemeinsam mit Ihnen als Patient*in und Sportler einen bestmöglichen Beitrag leisten.

Weitere Information sind in diesem PDF zu lesen.

-> In BLAU unterlegt sind Maßnahmen des vorbeugenden Infektionsschutzes, die wir im ZfS-Zentrum für Sportmedizin getroffen haben.

Das Virus steht erst seit Januar im Fokus der Wissenschaft und bisher ist noch wenig bekannt. Gemäß einer am 24.02.20 im JAMA veröffentlichen Studie (siehe unten) an 72.314 erkrankten Menschen in China erkranken v.a. 30-79jährige Menschen. 81% haben einen milden Verlauf, der vielfach problemlos in häuslicher „Eigenquarantäne“ behandelt werden kann. 14% der Erkrankten haben schwere Verläufe, u.a. mit Lungenentzündungen. 5% der Erkrankten gelangen in einen kritischen nicht selten beatmungspflichtigen Zustand. Während die Sterblichkeit des Grippevirus vielfach mit 0,1-0,2% der Erkrankten angegeben wird, veranschlagen erste grobe Schätzungen der WHO (28-02-2020) 0,7-0,8% für an Corona SARS CoV-2 Erkrankte.

Die Symptomatik der Erkrankung ist insbesondere im Frühstadium kaum von einer Grippeinfektion (Influenza) zu unterscheiden. Sie reicht von völlig symptomfreien Verläufen über Halskratzen, Husten, Schnupfen, Gliederschmerz bis hin zu bedrohlichen Verläufen mit Fieber, Kurzatmigkeit und Luftnot. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwerere Verläufe haben nach derzeitiger Einschätzung Säuglinge und Senioren, Diabetiker, Herz- oder Lungenkranke, Krebspatienten, Schwangere und immungeschwächte Menschen.

Coronavirusepidemien sind in den zurückliegenden Jahren immer wieder in Deutschland vorgekommen (SARSassoziertes Coronavirus 2003, MERS-CoV 2012, …) und unsere Gesundheitsbehörden und unser Gesundheitssystem sind darauf eingestellt.

Zum heutigen Zeitpunkt steht die bestmögliche Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus in der Bevölkerung im Vordergrund vieler Maßnahmen. So soll ein Zeitfenster mit niedrigen Ansteckungsraten geschaffen werden, um ein Zusammentreffen mit dem Höhepunkt der alljährlichen Grippewelle (Influenza) zu vermeiden, Zeit für die Entwicklung eines Impfstoffes zu gewinnen und mit möglichst geringen Erkrankungsraten in die infektionsärmere warme Jahreszeit zu gelangen.

Das ZfS-Team sieht sich dem Leitspruch der Weltgesundheitsorganisation „Die Eindämmung beginnt bei jedem Einzelnen“ verpflichtet und möchte gemeinsam mit Ihnen als Patient*in und Sportler einen bestmöglichen Beitrag leisten.

  1. Wenn Sie sich gesund fühlen und weder in einem Risikogebiet waren noch Kontakt zu nachweislich erkrankten Personen hatten:
    Auch als gesunder Mensch und Sportler können Sie einen entscheidenden Beitrag zur Unterbrechung von Infektionsketten leisten. Im Vordergrund stehen hierbei einfache und wirkungsvolle Grundsatzempfehlungen zum vorbeugenden Infektionsschutz bei saisonalen Atemweginfektionen:

    - Husten- und Niesetikette: Wenn Sie Husten oder Niesen müssen, tun Sie dies in 1-2m Abstand zu Mitmenschen in ein Einwegtaschentuch oder notfalls in die Ellenbeuge in eine von Ihren abgewandte Richtung.
    - Gewissenhafte Händehygiene: >30 Sekunden gründliches Waschen aller Teile Ihrer Hände mit Seife nach Nutzung öffentlicher Gebäude und Verkehrsmittel, bei Heimkehr, nach: jeder Toilettennutzung, nach dem Kontakt zu Menschen und Tieren, nach jedem Naseputzen/Husten/Niessen, vor jeder Mahlzeit oder Speisezubereitung, vor dem Zubettgehen.
    - Reduzieren Sie in den kommenden Wochen langdauernden Kontakt zu vielen Mitmenschen auf engem Raum wann immer Ihnen dies möglich ist. Halten Sie mindestens 1-2 Meter Abstand zu sichtbar erkrankten „erkälteten“ Mitmenschen.
    - Schützen Sie Mitmenschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Infektverlauf haben können. Dies sind Säuglinge und Senioren, Diabetiker, Herz- oder Lungenkranke, Krebspatienten, Schwangere und immungeschwächte Menschen. Unterstützung ist z.B. durch Erledigung der Einkäufe für Eltern, Großeltern, benachbarte Senioren möglich.
    - Bei milden Verläufen einer akuten Erkältung (bei 80% der Infektionen der Fall) ohne Fieber, Luftnot, Kurzatmigkeit: häusliche „Eigenquarantäne“ ohne Beanspruchung von Hausarzt, Notfallpraxis, Rettungsdienst oder Krankenhaus. Ausnahmen von dieser Empfehlung sind Säuglinge und Senioren, Diabetiker, Herz- oder Lungenkranke, Krebspatienten, Schwangere und immungeschwächte Menschen sein.
    - Wir heißen Sie zu jeder Zeit mit der gewohnten Herzlichkeit im ZfS willkommen. Aus Gründen des vorbeugendem Infektionsschutzes haben wir uns entschlossen, bis auf weiteres auf das Händeschütteln zu Verzichten.


  2. Wenn Sie einen begründeten Verdacht haben, an Corona SARS CoV-2 erkrankt zu sein [Aufenthalt in Risikogebiert innerhalb oder außerhalb Deutschlands; Kontakt zu nachweislich erkrankten symptomhaften Mitmenschen]

    - Bei milden Symptomen ohne Luftnot, Kurzatmigkeit, Fieber etc. einer oberen Atemwegsinfektion, sollte zeitnah ein Rachenabstrich auf Corona SARS CoV-2 durchgeführt werden. Um bei einem Praxisbesuch nicht weitere Mitmenschen anzustecken, sollte ein nicht erkrankter Angehörige nach vorherigem Anruf ein Abstrichröhrchen aus der Praxis Ihres Hausarztes beschaffen damit durch Sie oder Ihre Angehörigen einen Abstrich durchführen können. Danach sollte das eingetütete Röhrchen von Ihren Angehörigen wieder in die Hausarztpraxis gebracht werden. Ein Ergebnis ist binnen 24 Stunden zu erwarten; bis dahin sollten Sie daheim bleiben. Nach bisheriger studienbasierter Einschätzung verlaufen 81% der Erkrankungen milde und können unter Befolgung häuslicher Quarantäneregeln ohne Inanspruchname von Arztpraxis, Rettungsdienst oder Krankenhaus daheim auskuriert werden.
    - Bei Luftnot, Kurzatmigkeit und Fieber – insbesondere wenn Sie zu den o.g. Gruppen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf zählen – ist eine zeitnahe Arztvorstellung und je nach Schweregrad Rettungsdienstalarmierung mit sofortiger Klinikeinweisung erforderlich.
    - Sollten Sie als Patient*in der Arztpraxis einen begründeten Verdacht hegen, an Corona SARS CoV-2 erkrankt zu sein, suchen Sie bitte nicht direkt die Praxis auf sondern konsultieren zunächst telefonisch einen unserer Ärzte*innen. Bitte sprechen Sie diese Fragestellung direkt bei Ihrem Anruf an – Sie werden dann an eine*n unserer Ärzte oder Ärztinnen weitergeleitet. Sollen Sie als Patient*in der Physiotherapie, Sportler in der Leistungsdiagnostik oder Teilnehmer eines CheckUps einen Termin im ZfS haben und einen begründeten Erkrankungsverdacht an Corona SARS CoV-2 hegen [Aufenthalt in Risikogebiert innerhalb oder außerhalb Deutschlands; Kontakt zu nachweislich erkrankten symptomhaften Mitmenschen] haben, bitten wir Sie Ihre Termine bei uns bis zur sicheren Abklärung einer Erkrankung durch einen Abstrich zu verlegen.


  3. Wenn Sie gesunder Sportler sind und sich grundsätzliche Gedanken zur Trainings- und Wettkampfplanung bei saisonalen viralen Atemwegsinfekten machen:

    Der Sportler wird in individuellen Erkrankungsfall eines Atemwegsinfekts ohne Rachenabstrich nicht feststellen können, welcher Erreger konkret seinen Beschwerden zugrunde liegt.

    Insbesondere Influenza- und RSV-Viren können zu einer massiven Entzündungsbelastung des Körpers mit erhöhtem Herztodrisiko insbesondere bei Menschen jenseits des 35. Lebensjahres führen. Wie diesbezüglich Coronaviren einzuschätzen sind ist noch unklar.

    Herztodrisiko und obere Atemwegsinfekte -> kein Training oder Wettkampf bei Erkältungen, Durchfall, Fieber, Kopf- und Gliederschmerz, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellungen, Rheumaschub

    Nur 14% aller Herzinfarkte ereignen sich bei zuvor aufgrund von Beschwerden diagnostizierbaren koronaren Herzerkrankungen – bei einer spürbaren und nachweisbaren signifikanten Minderdurchblutung des Herzmuskels sind mehr als 70% des Herzkranzgefässquerschnitts verlegt.

    68% der Herzinfarkte hingegen passieren bei zuvor symptomfreien und diagnostisch kaum feststellbaren Herzkranzgefässeinengungen wenn weniger als 50% des Gefässquerquerschnitts verengt sind oder sogar ohne vorhandene Herzkranzgefäßverengung, wenn Cholesterinablagerungen (Plaques) in der Herzkranzgefässwand einreißen (rupturieren) und den Blutstrom blockieren. Die übrigen 18% der Herzinfarkte treffen Patienten mit 50-70%iger Herzkranzgefässeinengung.

    Eine im Laufsport wesentliche Risikogruppe für einen plötzlichen Herztod sind Läufer mit nicht bekannten Cholesterineinlagerungen (Plaques) in der Herzkranzgefäßwand, die z.B. unter Entzündungsreaktionen (Grippe, Atemwegsinfekte), erschöpfender sportlicher Belastung oder Blutdruckentgleisungen aufplatzen (rupturieren) und die Blutversorgung des Herzmuskels stören können: die Folge ist nicht selten ein Absterben (Infarkt) des vom betroffenen Kranzgefäss versorgten Herzmuskelareals.

    Eine besonders extreme und vielfach unterschätzte Entzündungsbelastung (Inflammation) für unseren Körper stellt die saisonal weit verbreitete Infektion mit Grippeviren (Influenza A&B) und dem RSV (Respiratorisches Synzytialvirus) dar. In Folge dieser massiven Inflammation besteht bei Menschen mit vorhandenen Cholesterinplaques ein erheblich erhöhtes Risiko für eine Plaqueruptur mit tödlichem Herzinfarkt. Auch Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) durch Influenzaviren und RSV sind als Folge denkbar. Eine Myokarditis wird vom Sportler meistens nicht bemerkt, kann aber unter sportlicher Belastung zu tödlichen Herzrhythmusstörungen führen. Eine Virusmyokarditis kann aber auch durch über den Magendarmtrakt aufgenommene Viren (Enteroviren) – z.B. Coxsackie-B-Viren – verursacht werden, weshalb neben Atemwegsinfektionen auch Erbrechen und Durchfall Anlass zur Sport- und Trainingspause sein sollten.

    Je nach Studie werden Herzmuskelentzündungen für bis zu 21% aller plötzlichen Herztodfälle bei <35jährigen verantwortlich gemacht. Studien an schwedischen Eliteorientierungsläufern legen nahe, dass der Anteil der Myokarditis als Ursache von Herztodfällen beim Sport unter Umständen noch deutlich höher ausfällt.

    Sportliche Aktivitäten (Training und Wettkampf) – insbesondere erschöpfende Belastungen – können eine zusätzlichen auslösenden Faktor für eine tödliche Plaqueruptur oder für das Auftreten einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung bei unerkannter Myokarditis darstellen. Nach sportlicher Belastung treten die meisten tödlichen Plaquerupturen in den 60 Minuten unmittelbar nach sportlicher Aktivität auf; das Risiko einer tödlichen Plaqueruptur bleibt jedoch für insgesamt 24 Stunden deutlich erhöht. Auch Rheumaschübe können Plaquerupturen triggern (Schuppenflechte, rheumatoide Arthritis, etc.).


    TIPP: Weder Training noch Wettkampf bei Infekten aller Art oder Rheumaschüben
    Bei Entzündungssymptomen aller Art (Fieber, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellungen, Atemwegsinfekt, Durchfall, Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerz, Abgeschlagenheit, Rheumaschub, etc.) – insbesondere bei Menschen jenseits des 35. Lebensjahres – wird eine Trainings- und Wettkampfpause empfohlen. 

    -> Als Faustregel zur Festlegung der Länge einer Sportpause gilt: pro Tag mit Fieberphasen (>38,0°C) eine Woche Trainings- und Wettkampfpause.

    Bei Verdacht oder Nachweis einer Influenza- und RSV-Infektion werden mindestens 4Wochen Sportpause nach Beschwerdefreiheit empfohlen [ein Virusnachweis von RSV oder Influenza A&B mittels Bluttest und Polymerasekettenreaktion [PCR] in einem Labor dauert etwa 90 Minuten]. Influenza- und RSV-Infektionen sind häufig und erhöhen das Risiko einer Plaqueruptur ganz erheblich!

    - Alkoholkonsum, Mangelernährung (Diäten), Schlafmangel und psychischer Stress sollten während der Sportpause vermieden werden.

    - Bei moderat verlaufenden Erkältungen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit OHNE Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerz etc. gilt im Allgemeinen die Empfehlung für 14 Tage Sportpause nach Abklingen der Symptome.

    - Nach Diagnose einer Myokarditis werden je nach individueller fallbezogener ärztlicher Beurteilung (z.B. Echokardiografiebefund und Verlauf) Sportpausen von mindestens drei bis sechs Monaten empfohlen.

    - Nach erfolgter Sportpause sollte das Training mit niedrig intensivem Ausdauertraining und zunächst einer Trainingseinheit wöchentlich begonnen und dann die Trainingsumfänge allmählich gesteigert werden, je nach Diagnose unter ärztlicher Rücksprache und Überwachung. Ein Intervalltraining sollte je nach Befundverlauf frühestens 4 Wochen nach Trainingsbeginn erfolgen.

    - Bei wiederkehrender Neigung zu Atemwegsinfekten sollte der Hausarzt aufgesucht werden (Blutuntersuchung z.B. von Blutbild, hsCRP, Vitamin D; ggf. Grippeimpfung, Vitamin D Supplementierung).

    - Mögliche Warnzeichen einer Herzmuskelentzündung können allgemeine Schwäche und Müdigkeit, Herzstolpern und Herzrasen, Kurzatmigkeit und Luftnot sowie Brustschmerzen sein. Insbesondere wenn diese Symptome im zeitlichen Zusammenhang zu einem Infekt auftreten sollte ein Arzt aufgesucht und eine sofortige Sportpause eingehalten werden.


    [Nach einer Erhebung der Techniker Krankenkasse 2012 setzten 35% der 1000 befragten Breitensportler aller Altersgruppen trotz Husten und Schnupfen ihr Training ohne Unterbrechung fort. Die Bereitschaft der Sportler, durch Arzneimitteleinnahme eine Sportfähigkeit herzustellen, war groß. Nur jeder zweite legt eine Sportpause ein um den Infekt vollständig auszukurieren.

    Dabei ist die Wettkampfteilnahme im Nachgang zu einer Infekterkrankung neben dem gesundheitlichen Risiko auch mit einem deutlich erhöhten Risiko von Frustration und sportlichem Mißerfolg verbunden. Die SAFER STUDY IV aus Kapstadt befragte 7031 Teilnehmer/-innen des „Two Oceans Marathons 2012“ (21,1km oder 56km Laufstrecke) und ergab bei 19% der Läufer/-innen 8-12 Tage vor dem Start bestehende Infektsymptome von Atemwegen (12,7%), Harnwegen (§5) oder Magendarmtrakt (3,5%) – Fieber hatten 7,9% in den 8-12Tagen vor dem Rennen.


    Diese Daten bestätigen Ergebnisse einer ähnlichen Studie beim Stockholm Marathon im Jahr 2000. 89% der befragten Läufer/-innen startete trotz ihrer Symptome – je nach Infektausprägung war ihr Risiko das Rennen abbrechen zu müssen um bis zu 4,7fach erhöht.]


  4. Wenn Sie sich Gedanken über die Teilnahme an einem Volkslauf oder einem Marathon machen

    Viele Sport- und Laufveranstalter sehen sich in diesen Tagen mit der Frage der Absage ihrer für die nächsten Wochen geplanten Laufveranstaltung konfrontiert. In Berlin wurde gestern die internationale Tourismusmesse mit Teilnehmern aus mehr als 180 Ländern abgesagt. Die Schweizer Regierung hat gestern befristet die Durchführungen von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden untersagt. In Tokyo wurde für 38.000 Läufer der örtliche Marathon abgesagt und nur 200 Eliteläufer auf die Strecke gelassen.

    In Deutschland stehen derzeit (01-03-2020) behördliche Vorgaben zu Kriterien einer möglichen Absage von Großveranstaltungen noch aus. Bis zur behördlichen Festlegung einheitlicher Kriterien für eine Absage von Großveranstaltungen auf Bundes- oder Landesebene wird die Absage einer Sport- oder Laufveranstaltung durch den Veranstalter eine wohlüberlegte Entscheidung nach Konsultation der lokalen Ordnungsbehörden sein. Neben dem Hauptfokus der Fürsorgepflicht für das gesundheitliche Wohl aller Teilnehmer, Zuschauer und der Allgemeinbevölkerung sind intern Aspekte der Veranstalterhaftung bei Veranstaltungsausfall zu berücksichtigen, die ggf. existenzbedrohend für die Veranstaltung sein können.

    Die individuelle Entscheidung über eine Teilnahme an einer Sport- oder Laufveranstaltung ist eine schwierige eigenverantwortete Entscheidung, die jeder Sportler persönlich für sich treffen muß.
    [Halten sich alle Sportler an die Grundregel, bei Teilnahme en einem Sportevent mindestens 4Wochen infektfrei (bzw. eine Woche Trainings- und Wettkampfppause für jeden Tag mit Fieberschüben) zu sein und erlaubt das Event, 2m Abstand zu den anderen Teilnehmern und Zuschauer einzuhalten, ist nach derzeitigem Wissensstand bei einem Volkslauf von einem geringen Übertragungsrisiko auszugehen.]


Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen eine kleine Hilfestellung für Ihre persönliche Einschätzung des Themas Corona SARS CoV-2 gegeben zu haben.

[WICHTIGER HINWEIS: Das Thema Coronavirus SARS CoV-2 ist in fortlaufendem Fluß und täglich ändert sich die Faktenlage. Diese Informationen sind nach besten Wissen nach aktuellem Stand (01-03-2020) zusammengestellt, sie erfolgen ohne Gewähr. Dieses Informationsblatt ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch und keine ärztliche Untersuchung. Es dient der orientierenden Information.]

Ihr ZfS Team


Literaturquellen:
2020 Zunyou W, McGoogan JM, Characteristics of and Important Lessons From the Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak in ChinaSummary of a Report of 72 314 Cases From the Chinese Center for Disease Control and Prevention; JAMA. Published online February 24, 2020. doi:10.1001/jama.2020.2648

www.RKI.de
www.infektionsschutz.de


© 2020 ZfS Verlag; Dr. med. Ralph Schomaker, Dr. med. Gerrit Borgmann
 
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